Mit allen Sinnen

Der Schwarzwaldsteig in Bad Peterstal bietet Genuss pur.

Nach kurzer Recherche im Internet ging´s früh los. Ein fast sommerlich warmer Spätfrühlingstag im Schwarzwald erwartete uns - idealer Tag für eine Genießertour. Schon der Auftakt kurz nach dem Start am Bahnhof Bad Peterstal ist ein Abenteuer: Über Felsblöcke geh es im Bachbett der Rench entlang. Was allerdings nur bei niedrigem Wasserstand zu empfehlen ist. Durch Wald und über Wiesen zieht der Weg ständig bergauf durch das Bästenbachtal. Wunderschöne Aussichten über die sanften Hügel des Schwarzwaldes belohnen die Anstrengung und die Blütenpracht am Wegesrand erfreut das Wanderherz. Und dann sind wir schon am ersten Hof - dem Hilsenhof angekommen. Wir sind neugierig, ist es doch unsere erste Genießertour mit Schnapsbrunnen. „Früh dran seit´s ihr“ ruft uns Mayer Senior entgegen und bringt ein kleines Bastkörbchen mit einer feinen Auswahl selbstgebrannter Schnäpse. Auch die eigens eingerichtete Ruhebank lädt zum Verweilen ein. Kurz nach neun Uhr früh probieren wir einen Topinambur und einen Birnenschnaps – na denn Prost!

 

Durch Wiesen und Wälder den Schapsbrunnen entgegen

 

Beschwingt setzen wir unseren Weg fort und stolpern fast über den kleinen Weggefährten – ein Feuersalamander kreuzt unseren Weg! Wir genießen im Weiteren eine herrliche Passage durch blühende Wiesen und gewinnen stetig an Höhe. Am Rand einer Wiese angekommen, weisen uns die Schilder den Weg steil bergan zum oberen Waldrand. Oben angekommen stehen wir plötzlich an einem urigen Rastplatz – dem Sandsteinrastplatz inkl. gemütlicher Himmelsliegen. Zeit die Aussicht zu genießen. Der folgende Weg führt uns durch dunkle Tannenwälder – was für ein Kontrast zu den Wiesenwegen. Fantasievolle Bänke und Gestalten säumen den Weg, geschaffen von Jürgen Echle mit der Motorsäge. Kurz danach verlassen wir den Wald und folgen dem Weg zum nächsten Hof – dem Holdersgrund. Neben weiteren zahlreichen Schnitzkunstwerken erwartet uns hier ein großer Schnaps- und Wasserbrunnen. Nachdem wir uns durch zahlreiche weitere Sorten wie Blutwurz, Holunder- und Johannisbeerlikör und leckerem Most probiert haben, geht es auf Empfehlung von Margit Kimmig weiter Richtung Sattelplatz und zum Straßburgblick.

 

Grandiose Ausblicke über die Hügel des Schwarzwaldes

 

Auf urigen Waldpfaden geht’s aufwärts durch den Wald. Am Straßburgblick angekommen erfreuen wir uns an der fantastischen Aussicht. Grüne Hügel, sanftes auf und ab soweit das Auge reicht! Zurück auf dem ursprünglichen Weg folgen wir einem engen Waldpfad. Kaum ist die erste Biegung geschafft bewegt man sich schon wieder in einer gänzlich anderen Natur. Kiefern, Birken und Heidekraut säumen den Weg. Linker Hand ziehen die leuchtend roten Felsen des Ibacher Schliffs an uns vorbei. Und erneut steht plötzlich ein unerwarteter Waldbewohner vor uns auf dem Weg – ein junger Fuchs betrachtet neugierig seine Umgebung und verschwindet nach kurzer Zeit wieder im Wald. Wir folgen weiter der Wegbeschilderung und kommen nach dem Wiesengründlebrunnen zu Hubers Schnapsbrunnen. Neben seinen Zwergkaninchen besticht auch dieser Schnapsbrunnen mit sehr leckeren Schnapssorten und einem schönen sonnigen Rastplatz. Dem Obstler und dem Kirschlikör können wir nicht wiederstehen und genießen eine ausgedehnte Trinkpause in der Sonne.

 

Der weitere Weg geht vorbei am Braunbergstüble durch Wälder und Wiesen, immer wieder begleitet von fantastischen Schnitzarbeiten. Zu guter Letzt verfolgen wir noch einen Moment die fleißigen Bienen bei ihrer Arbeit bevor wir dann wieder an unserem Ausgangspunkt, dem Bahnhof von Bad Peterstal, ankommen.

 

Idyllische Täler mit Bauernhöfen und Schnapsbrunnen, liebliche Wiesen und dunkle Tannenwälder - dem Wanderer bietet sich ein interessanter Kontrast auf dem Peterstaler Schwarzwaldsteig.



Einschätzung der Tour:

Auf Wald- und Wiesenpfaden aber auch Forststraßen geht es immer wieder auf und ab. Mit normalen Wanderschuhen ist der Weg gut zu gehen, Stöcke sind nicht zwingend notwendig, außer man geht generell gerne damit. Wir haben ca. 4 Stunden mit den zahlreichen Pausen gebraucht, sind aber generell auch ehr schnelle Wanderer.



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