Der Name ist Programm

Felsenweg Hornberg - spannende Wanderung im mittleren Schwarzwald

Anders als die meisten Wanderer starteten wir unsere Tour nicht am Gesundbrunnen, sondern am Wanderparkplatz beim Windkapf, womit die Tour noch einmal ein paar Kilometer mehr bekam. Ein Stück abseits der Straße, dass wir bereits das Gefühl hatten falsch zu sein, findet sich der kleine Wanderparkplatz, von dem es dann losging. Obwohl die Wettervorhersage durchwachsen war, lächelte die Sonne munter zwischen den Wolken durch. Anfangs ging es ein Stück den asphaltierten Weg zurück, bis zu einem Abzweig rechts von uns. Breite Forstwege wechselten sich mit Wiesenpfaden ab. Blauer Himmel und grüne Wiesen begleiteten uns auf dem weiteren Weg.

 

Weite Blicke über die saftigen Wiesen

 

Am Wegesrand gab es regelmäßig interessante Infotafeln die Einblicke in das Leben im Schwarzwald gaben. Spannend wie einsam diese typischen, großen Bauernhöfe liegen. Wie es im Schwarzwald üblich ist, gab es an zahlreichen Stellen traumhafte Aussichten in die Ferne. Kein Wunder, die "Dietelebauernhöhe" an der wir vorbei kamen liegt auf stattlichen 850m Höhe. Inzwischen zogen ein paar tiefhängende, dunkle Wolken an uns vorbei, was der Stimmung keinen Abbruch tat. Zunehmend wurde der Wald rauer und steiniger, die Pfade schmaler. Unser erstes Ziel war dann auch flott erreicht - der Rappenfelsen (860m). Um die schöne Sicht Richtung Triberg und ins Gutachtal zu genießen, ging es erst einmal einige Stufen nach oben.

 

Der Felsenweg macht seinen Namen alle Ehre

 

Schmale Abenteuerwege führten uns nun zwischen den Felsen weiter durch den Wald. Schnell waren wir am nächsten Felsen - dem oberen Schlossfelsen (825m). Über Stufen ging es auch hier nach oben wo uns dann der typische Schwarzwaldausblick erwartete - sanfte, grüne Hügel soweit der Blick reicht. Der nächste Felsen war dann der eigentliche Schlossfelsen, kaum vorstellbar das hier eine Burg stand. Auf mal großen, mal kleinen Pfaden ging es vorbei am Feierabendfelsen bis zur Berthaquelle. Bänke und Tische laden hier zum Verweilen ein. Fahrwege führten uns dann direkt zur Philippsruhe mit einer kleinen Hütte. Im Weiteren wurde der Weg zunehmend steiler. Vorbei am Gesundbrunnen ging es für uns zum Windeckfelsen. Bevor wir den Anstieg in Angriff nahmen, hieß es ausruhen auf der roten Himmelsliege im Wald. Am Windeckfelsen angekommen, bietet eine sehr kleine Bank eine Rastmöglichkeit mit Blick in die Ferne. 

 

Zu unserer Überraschung kamen wir dann nach dem Windeckfelsen plötzlich an einem Gipfelkreuz samt Gipfelbuch vorbei - immerhin auf 773m! Zu guter Letzt und nach mehr als 20 km in den Beinen hieß es noch einmal nach oben steigen. Unser Auto stand ja oben auf dem Plateau - mühsam aber nicht weniger schön als die restliche Tour.

 

Dieser Felsenweg bietet mit seinen tollen Wegen und wunderschönen Aussichtsmöglichkeiten alles was das Wanderherz begehrt. Die Länge der Tour und das stetige Auf und Ab bieten eine Menge Wandervergnügen und die felsigen Wege vermitteln den dazu passenden Hauch von Abenteuer.


Bilder zur Tour: