Die Königstour der Traufgänge

Der Felsenmeersteig bietet alle Facetten der Schwäbischen Alb

Als es für uns wieder einmal nach Tübingen ging und das Wetter vielversprechend aussah, lag es nahe, dass wir uns auch eine Wanderung heraussuchten. Diesmal einen der Traufgänge auf der Schwäbischen Alb - sogleich den anspruchvollsten Traufgang. Anders als die meisten Wanderer starteten wir in Albstadt Lautingen, sozusagen mittendrin und sind die Tour andersherum gegangen. Aus unserer Sicht absolut lohnenswert! Das erste Highlight - das Felsenmeer - erwartete uns nach einem anstrengenden Anstieg über gut markierte Forstwege, die dann in einen schmalen Zick-Zack-Pfad mündeten. Das Felsenmeer ist der Namensgeber dieser Tour. Hier ging es für uns durch ein wildes Sammelsurium von Felsen, die kreuz und quer im Wald verstreut lagen. Mit dem Morgenlicht und den restlichen Schneeflecken war das eine Stimmung wie im Märchen.

 

Namenspate des Wanderweges ist das Felsenmeer, ein faszinierendes Chaos aus Steinen im Wald

 

Weiter ging es für uns durch lichten Laubwald dem nächsten Zwischenziel entgegen - der Ruine Schalksburg mit ihrem Burgfried. 69 Stufen geht es in dem Turm nach oben. Immer wieder beeindruckend wie dick die Mauern solcher alten Anlagen sind. Leider standen wir oben dann vor verschlossener Tür. Wahrscheinlich wird erst zu Beginn der Saison das Tor geöffnet? Wir nutzten dann die Bänke vor dem Turm für eine kurze Rast. Anschließend machten wir noch eine kleine Rundtour zum Aussichtspunkt, der absolut empfehlenswert ist. Hier gibt es schöne Ausblicke ins Tal und etwas seitlich vom Aussichtspunkt konnten wir die beeindruckende Felsformation sehen. Sogar einen Hinkelstein, wie in Asterix und Obelix, gibt es zu sehen. Durch den Wald ging es für uns vorbei am hölzernen Waldgeist zum nächsten Naturhighlight - den Mammutbäumen. Drei Stück dieser Riesen stehen hier auf der Schwäbischen Alb mitten im Wald. Es handelt sich dabei um Geschwister der gepflanzten Bäume in der Stuttgarter Wilhelma. Diese Bäume erkennt man sofort an ihrer Rinde; immer wieder imposant diese Giganten zu sehen.

 

Besondere Riesen der Urzeit mitten in der Wildnis der Schwäbischen Alb.

 

Über Forst- und Wiesenwege ging es für uns nun Richtung Böllat. Von weitem ist der Fels zu sehen. Der Anstieg zum Aussichtsfelsen hat es in sich. Da brennen die Wad'ln und die Lunge kämpft um jedes Quäntchen Luft. Aber auch hier kann man nur sagen, die Anstrengung lohnt sich. Wir wurden mit einem schönen Rastplatz mit super Blick über das Tal, dass sich entlang der Trauf erstreckt, belohnt. Bei klarem Wetter soll man von hier bis zu den Vogesen schauen können. Das war uns heute nicht vergönnt. Gemütlich vesperten wir also bei strahlendem Sonnenschein und erfreuten uns an der Aussicht.

 

Der weitere Weg führte uns über die Hochfläche entlang der Traufkante. Mitte März liegt hier noch ordentlich Schnee. Zurück über den alten Muliweg ging es durch den Wald steil nach unten. Entlang der Eyach folgten wir dem Forstweg bis zu unserem Parkplatz in Albstadt Lautingen.

 

Wilde Felslandschaften, eine Ruine im Wald, beeindruckende Panorama-Blicke und Urriesen  - auf dem Traufgang Felsenmeersteig begegnen dem Wanderer spannende Highlights, welche die Tour zu etwas besonderem machen.


Bilder zur Tour:


Einschätzung der Tour:

Bei dieser Tour erwarten den Wanderer beeindruckende Panoramen und abwechslungsreiche Wege. Wir sind ca. 5 Stunden unterwegs gewesen. Verschiedene Highlights am Weg machen die Wanderung zu etwas besonderem. Die teilweise knackigen Anstiege, vor allem zum Böllat, ziehen kräftig in den Waden.



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