Na Foradada - paradiesische Halbinsel

Sonnenaufgang am berühmtesten Loch Mallorcas - dem Elefantenfelsen

Sehr früh waren wir zu unserer Tour zum Elefantenfelsen aufgebrochen. Start war am ehemaligen Landhaus des Erzherzogs Salvator, Son Marroig. Vom Parkplatz ging es durch das geöffnete Tor auf breiten Schotterwegen in Serpentinen Richtung Bucht. Wir konnten beim abwärtsgehen steht´s beobachten wie die Sonne weiter aufging und Na Foradada mehr und mehr in Sonnenlicht gehüllt wurde. Linkerhand neben dem Weg erhebt sich senkrecht die beeindruckende Klippe nach oben. Die Felsformationen wirken imposant. Das herabsickernde Wasser hat seine Spuren in den Lehm und Kalk hinterlassen.

 

Naturbelassene Kunstwerke im Felsen

 

Kleine Ziegen sprangen den Weg entlang und verfolgten neugierig unseren Weg. Die kleinen Tiere nahmen immer wieder Abkürzungen nach unten und fanden auf kleinsten Flächen halt, nichts für uns! Wir folgten weiter dem breiten Weg. Ungefähr auf der Hälfte des Weges erreichten wir einen Turm (nach Recherche im Internet ist das wohl mal ein Wachturm gewesen). Mutig wie wir sind, stiegen wir die steilen Treppen (ohne Geländer) nach oben. Es lohnt sich. Von diesem Mirador (Aussichtspunkt) bietet sich ein herrlicher Blick Richtung Na Foradada und dem Meer. Schnell geht es weiter den Weg entlang Richtung Wasser und zur Halbinsel mit seinem Felsen. Wir stiegen kurz zur Anlegestelle und Badebucht runter. Die Wellen brachen sich an den Steinen. Dieses paradiesische Fleckchen ist in ca. 1 Stunde zu Fuß zu erreichen. Der Elefantenfelsen mit seinen 82m Höhe und dem 14m breiten Loch ist einen Besuch wert.

 

Das Meer glitzerte im Sonnenaufgang

 

Hier endete unsere Tour aber nicht. Wir gingen zurück bis zur 180 Grad Kurve, von dort zweigt beim aufwärts gehen leicht links (direkt hinter der kleinen Mauer) ein Pfad ab, wohl ein Ziegenpfad. Da wir nicht den gleichen Weg zurück gehen wollten, hatten wir auf diversen Karten nach Alternativen gesucht. Auf einer Karte hatten wir diesen winzigen Weg entdeckt. Mutig gingen wir voran. Auf sehr schmalen Wegen ging es stetig aufwärts. Anfangs war der Weg gut zu sehen, im weiteren wurde es immer beschwerlicher und teilweise führte uns der Weg durch mannshohes Schneidegras (die Beine sahen aus wie nach einem Ringkampf mit Katzen). Nachdem es dann noch eine 2m hohe Mauer zu überwinden galt, wurden unsere Mühen mit einem fantastischen Aussichtspunkt - dem Cingle den Visc belohnt. Blick über das Meer soweit wir schauen konnten. Paradiesischer geht es nicht! Wir machten eine ausgedehnte Pause und hatten Gesellschaft durch vier neugierige und hungrige Esel. Zurück ging es dann über eine alte Olivenplantage, durch Deia hindurch und hinunter zur Bucht Cala de Deia.

 

Unter steilen Klippen entlang, mit fantastischem Ausblick über die Westküste Mallorcas. Die Wanderung vom Landgut Son Marroig hinunter in die Bucht Playola bietet herrliche Aussicht auf den Na Foradada. Wer früh losgeht hat den Weg für sich. Der zweite Teil über den "verlorenen Weg" ist sehr anspruchsvoll, für abenteuerlustige Wanderer aber ein absolutes Highlight. Der Aussichtspunkt Cingle den Visc ist der krönende Höhepunkt der Tour.


Bilder zur Tour:


Einschätzung der Tour:

Der erste Teil der Tour ist gemütlich zu gehen. Breite Schotterwege gehen in Serpentinen abwärts. Wer nicht den gleichen Weg zurück gehen möchte, mutig und sehr geübt ist, nimmt den "verlorenen Weg". Ein schmaler, alter Ziegenpfad der stetig bergauf bis zum Aussichtspunkt Cingle den Visc führt.



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