Im Zentralmassiv unterwegs

Vom Pico Arieiro nach Achada do Teixeira

Am Vorabend hatte es in den Bergen geregnet und auch bei unserer fünften Wanderung sah das Wetter nicht besonders sonnig aus. Start war direkt am Gipfel des Pico Arieiro (1.818m). Zunächst stiegen wir kurz zur Gipfelsäule direkt neben der Radarkuppel auf. Unterhalb vom Gipfel folgten wir dann dem Pfasterweg bergab und kamen zum Midadouro Ninho da Manta (1.744m) von dem wir bei klarer Sicht einen grandiosen Tiefblick ins Tal Ribeira da Faja da Nogueira (Tal der Nonnen) gehabt hätten. Zwischenzeitlich hatte es allerdings leicht angefangen zu regnen.

 

Regenwolken und ein Regenbogen

  

Über einen schmalen Pfad mit Seilsicherung gelangten wir zu einem weiteren Aussichtspunkt, dem Pedra Rija. Hier zeigte sich sogar kurz die Sonne und so bekamen wir auch einen schönen Regenbogen zu sehen. Schnell zog es wieder zu und den Rest der Tour ging es im Regen weiter. Auch wenn wir nicht viel sahen, folgte der Weg vorbei an dem Pico das Torres (zweithöchster Berg Madeiras) über eine weitere mit Drahtseilen gesicherte Stelle bis zum Tunnel der durch den Pico do Gato führt. Nach dem Tunnel gabelte sich der Weg. Der rechte Weg ist wegen Steinschlages nicht mehr begehbar. So folgten wir dem linken Wegverlauf.

 

Luftige Höhenmeter

 

Über Felsstufen ging es weiter nach oben und dann immer entlang der Felswand. Nach einiger Zeit des Wanderns ging es über Treppenwege und Metalleitern steil nach oben - leider ohne viel Aussicht. Wenn wir den Weg anders herum gegangen wären, wäre es eine sehr rutschige Angelegenheit geworden. Im weiteren Wegverlauf wurde der Weg wieder breiter und führte uns vorbei am Pico Ruivo über den Pflasterweg bis nach Achada do Teixeira.

 

Der Pico Arieiro ist zwar nur der dritthöchste Berg Madeiras aber dank der direkten Straßenanbindung und einer Cafeteria mit Souvenirshop der meistbegangene Gipfel. Die Wanderung vom Pico Arieiro über de Pico des Torres zum Pico Ruivo gilt als Königstour auf der Insel und führt quer durch das Zentralmassiv Madeiras.


Bilder zur Tour:


Einschätzung der Tour:

Bei der Tour ist Schwindelfreiheit und Trittsicherheit gefragt. Zu Beginn ist der Weg gut mit Drahtseilen gesichert, aber die Passagen wo es steile Steintreppen und Metalleitern nach oben geht sind mit Vorsicht zu genießen. Bei schönem Wetter hat man hier eine fantastische Sicht in die Täler und ins Zentralmassiv Madeiras.