Das Hochebene Madeiras

Über Paul da Serra zum Encumeada Pass

Am zweiten Tag unserer Wanderwoche führte unser Weg weiter über die Hochebene Paul da Serra. Das Wetter war fantastisch. Blauer Himmel über uns und weite Blicke über die Insel und das Meer. Unser Weg führte uns zu Beginn von der Straße durch einen kleinen Wald auf die Hochebene. Durch Farnwiesen ging es ersteinmal auf die höchste Erhebung Paul da Serras. Nach einem kurzen Anstieg standen wir auf dem umzäunten Gipfel des Pico Ruivo do Paul. Nicht so hoch wie sein Namensvetter aber immerhin standen wir auf 1.640m.

 

Blick über die Insel

  

Vom Gipfel des Pico hatten wir einen fantastischen Ausblick über die Hochebene, auf das Zentralmassiv Madeiras und ins Tal Sao Vicente. Das war für den Anfang der Tour schon einmal ein sehr gelungener Start. Wir machten uns dann zügig wieder an den Abstieg und setzten unsere Tour Richtung Madeiras größtem Windpark fort. Durch hüfthohe Gräser und Farne bahnten wir uns unseren Weg. Nach einigen Kilometern verließen wir die Hochebene und tauchten ab in den Wald Richtung Bica da Cana. Die Vegetation wurde wieder üppiger, knochige Bäume und dichte Bäume säumten nun unsere Strecke. Vorbei an einer Felswand mit Wasserfall folgten wir erneut einer Levada.

 

Entlang der Levada da Serra

 

Inzwischen zogen Nebelwolken aus dem Tal nach oben und sorgen für eine mystische Stimmung. Der Weg wurde durch das Wasser, was die Felswand herunter floss, zunehmend nasser. Plötzlich standen wir vor einer spitzen Erhebung - dem Pinaculo, einem ehemaligen Vulkanschlot. Unser Tour führte um diesen markanten Berg herum. Über unzählige Stufen folgten wir der Levada mit ihrem wild fließenden Wasser durch den Urwald. Allmählich lichtete sich der Wald und gab den Blick frei aufs Tal. Hier sahen wir erstmals auch was die Waldbrände der letzten Jahre für Schäden angerichtet hatten. Unser schmaler Pfad führte uns nach unten Richtung Straße, wo wir freundlicherweise am Ende unserer Wanderung abgeholt wurden.

 

Diese Tour über die Hochebene und dem anschließenden Abstieg ins Tal, bietet durch die verschiedenen Vegetationen und Ausblicke, schöne Einblicke in die unterschiedlichen Seiten der Insel. Die Waldbrände haben viele Bäume kaputt gemacht, die nur noch als mahnende Gerippe in der Landschaft stehen. Für neue Farbkleckse sorgen zahlreich nachwachsende grüne Sträucher.


Bilder zur Tour:


Einschätzung der Tour:

Landschaftlich sehr schöne Tour, die mit ca. 10 km auch nicht zu lang ist. Vom Wegprofil gibt es kaum Anstiege (außer dem ersten Aussichtspunkt), sondern ehr Abstiege, da man von der Hochebene ins Tal wandert. Überwiegend schmale, aber gut begehbare Wege, die an manchen Stellen wegen der kleineren Wasserfälle nass sein können.