Küstensteig und urwäldliche Farne

Boca do Risco "die gefährliche Öffnung"

Unsere letzte Wanderung auf Madeira war noch einmal ein Querschnitt durch die Vegetation und Landschaft der Insel. Eine Levada, steile Küsten, Meerblicke und dichter Wald bestimmten das Bild. Wir starteten entlang der Levada do Canical. Wir folgten der Levada entlang einer terrassenförmig angelegten Landschaft, wo u.a. Süßkartoffeln, Zuckerrohr und verschiedene Früchte angebaut wurden. Der erste Teil der Wanderung war gemütlich. Unterwegs mauzte es immer wieder mal, da viele kleine Katzen entlang des Weges liefen, spielten oder auch schliefen. Wir konnten lange Zeit immer wieder ins Tal von Macchico blicken. Nach einiger Zeit verließen wir die Levada und folgten einem Fußweg bergan.

 

Der Küste entgegen

  

Über einen schmalen Pfad folgten wir dem Weg entlang der Terrassen. Von weitem konnten wir schon die Einsattelung der Boca do Risco erkennen. Etwa eine halbe Stunde später standen wir an der Boca do Risco und der Blick ging über das weite Meer. Der Wind wehte kräftig und die Aussicht war fantastisch. Baumheide säumte den weiteren Weg entlang der Küste. Bei den Ausblicken hätten wir uns am liebsten einfach nur hingesetzt und stundenlang aufs Meer geschaut. Aber uns stand noch ein Stück weg bevor. Nach einiger Zeit führte der weitere Weg leicht links, steil den Hang hinauf. Unter knochigen Bäumen stiegen wir nach oben.

 

Lorbeerwald und Eukalyptus

 

Oben angekommen erwartete uns eine völlig andere Landschaft. Plötzlich standen wir mitten in einem Urwald. Um uns herum alte Lorbeerbäume, meterhohe Eukalyptusbäume (Koalas gab es nie auf der Insel, aber importierte Kängurus, die nicht lange überlebt haben) und riesige Farne. Breite Forstwege und Waldwege führten uns durch diese schöne Landschaft. Vorbei an einem hübschen Picknickplatz, nutzten wir immer wieder schmale Pfade, die vom Hauptweg abzweigten, um nicht die ganze Zeit auf den breiten Forstwegen zu gehen. Fast am Ende unserer Wanderung kamen wir noch an einen schönen Aussichtspunkt vorbei, von dem wir einen tollen Blick auf den Adlerfelsen und den Ort Porto da Cruz hatten. Der Schlusspunkt dieser Wanderung war die Einkehr im Restaurant Miradouro, welches berühmt ist für sein Rindfleisch am Spieß ("Espetada").

 

Die Boca do Risco bietet dank der landschaftlich abwechslungsreichen Strecke einen schönen Einblick in die verschiedenen Facetten der Insel. Es ist alles dabei, was die Insel hergibt. Die Einkehr am Ende mit einem landestypischen Essen ist fast ein Muss auf dieser Tour. Auch wenn das Lokal von Touristen überlaufen ist, ist es samt seinem schönen Aussichtsplatz einen Besuch wert.


Bilder zur Tour:


Einschätzung der Tour:

Eine relative einfache Tour mit einem giftigen Anstieg, der in die Beine geht. Oben erwartet uns eine gänzlich andere Welt. Dichter Wald mit vielen alten und knorrigen Bäumen. Mit knapp 19km ist die Tour auch recht lang und verlangt ein wenig Kondition.