Partnachklamm

Dunkle Höhlen und atemberaubendes Gipfelpanorama

Anders als viele Besucher starteten wir diese Tour vom Eisstadion, etwa 2km vom Skistadion entfernt. Hier stellten wir unser Auto auf dem kostenfreien Parkplatz ab und folgten einem Asphaltweg entlang der Bahntrasse bis zum Abzweig Partnachklamm. Das Landschaftsbild rund um Garmisch-Patenkirchen ist von zahlreichen Heustadln geprägt und schön anzuschauen. Der Weg bis zur Klamm ist leicht zu gehen. In einem sanften Anstieg führte der breite, kaum befahrene Weg parallel zur Partnach nach oben. Am Eingang der Klamm, wo man tagsüber Eintritt zahlt, entrichteten wir unsere Gebühr und dann ging es direkt hinein ins Abenteuer.

 

702m lange Klamm durch das Reintal

 

1912 wurde die Partnachklamm zum Naturdenkmal erklärt. Bis zu 80m ragen die Felsenwände über der Partnach nach oben. Während wir auf den knapp 700m durch die Klamm wanderten, bewunderten wir immer wieder, wie sich das Wasser einen Weg durch den Felsen gebahnt hat. Auf Grund der tosenden Wassermassen ist an manchen Stelle eine Unterhaltung nur schwer möglich. Der schmale Weg führte leicht bergauf entlang der Felswand und durch mehrere Tunnel, in denen es teilweise stockdunkel war. Immer wieder tropfte uns Wasser auf den Kopf, was aber eigentlich nicht störend ist, zu beeindruckend war dieses Naturschauspiel. Zwischen den Tunnel und teilweise durch Löcher in der Tunnelwand sahen wir immer wieder schmale Wasserfälle. Nach gut 20 Minuten Kopfeinziehen war der Spuk vorbei, und die Partnach präsentierte sich wieder als gemütlich dahinfließender Bach. Bald zweigten wir nach links auf einen schmalen Waldpfad Richtung Graseck und Eckbauer ab. Über einen Treppensteig empor und dann herrliche Wiesenhänge querend, an der Almwirtschaft Wetterstein vorbei und zum Forsthaus Graseck. Hier ging unser Weg rechts weiter. Vorbei an Wiesenhängen und mit zahlreichen Serpentinen auf dem Wanderweg durch den Wald bis zum Berggasthof Eckbauer.

 

Beeindruckender Blick auf das Wettersteingebirge

 

Auf der Sonnenterasse des Eckbauers angekommen bot sich uns ein fantastischer Ausblick auf das Wettersteingebirge und im Osten auf das Karwendelgebirge. Wir nutzten die Bänke hinter der Alm für eine Brotzeit mit Blick auf die Berge. Unser weiterer Weg führte uns an der Eckbauerbahn vorbei zu einem etwas tiefer gelegenen Aussichtspunkt mit ebenfalls sehr schönen Blick auf die Berge. Auf den umliegenden Wiesen konnten wir uns an der zahlreichen Blumenpracht erfreuen. Besonders schön fanden wir die Orchideenart "Breitblättriges Knabenkraut", die hier dank des feuchten Bodens zahlreich vertreten war. Über weitere Wiesenhänge mit unzähligen farbenfrohen Blumen ging es weiter nach Wamberg, dem höchsten Kirchendorf in Deutschland. Die Kirche St. Anna erhebt sich gut sichtbar über den kleinen Ort. Von hier aus ging es für uns auf gemütlich breiten Wegen abwärts ins Tal und zurück zu unserem Ausgangspunkt.

   

Sehr beliebte und sehr schöne Rundwanderung mit fantastischen Einblicken ins Wettersteingebirge, der beeindruckenden Klamm und etlichen bunt blühenden Blumenwiesen. Diese Tour bietet abenteuerliche Wege durch dunkle Höhlen, die Urgewalt des Wildwassers, Bergsteigen und ein atemberaubendes Panorama auf die Berge rund herum.


Bilder zur Tour:

Einschätzung der Tour:

Diese Tour bietet für Groß und Klein eine Menge zu sehen. Eine beeindruckende Klamm, unglaubliche Bergpanoramen, schöne Blumenwiesen. Die Wege sind immer gut zu gehen und von der Länge her ist die Tour mit knapp 17km lang, aber mit einer gewissen Grundfitness gut zu gehen. Die Tour kann an verschiedenen Stellen jederzeit abgekürzt werden.



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