Der Hausberg von Pflach

Der Säuling - mystisch, sagenumwoben und unverkennbar

Einer der ältestbelegten Berge des Ammergauer Berglandes und der Hausberg von Pflach. Regelmäßig zieht es uns auf den Säuling, so auch an diesem sonnigen Samstag im Juli. Wir sind um 8 Uhr am Säulinghausparkplatz gestartet, der bereits relativ voll war. Angeschrieben ist der Weg bis zum Säulinghaus über den Steig mit ca. 2 Stunden, eine weitere Stunde bis zum Gipfel. Kurz nach dem Start konnten wir einen schönen Blick auf den Säulinggipfel genießen - ein ordentliches Stück Weg lag vor uns. Zu Beginn ging es auf einem schmalen Pfad durch Wiesengelände, bevor der Weg in den immer dichteren Wald hineinführte. Der Steig liegt komplett im Schatten, so dass es auch bei wärmeren Temperaturen gut zu gehen ist. Allerdings ist der Säuling ein beliebtes Ausflugsziel und je später man losgeht umso mehr Wanderer sind am Weg.

 

Steile Wegabschnitte führen durch den Wald

 

Über einen wurzeligen, steilen Pfad folgten wir dem Weg nach oben. Wir querten einen Fahrweg und folgten weiter dem Steig. So mancher Wegabschnitt sorgte für einen ordentlichen Pulsanstieg. Die folgenden kurzen, ebenen Abschnitte waren ideal um den Puls wieder etwas zu beruhigen. Je weiter wir nach oben kamen, umso felsiger wurde der Weg. Steinige Stufen forderten so manchen großen Schritt. Auch wenn der Weg zum Säulinghaus "nur" 3 km hat, ziehen sich diese ganz nett in die Länge. Ungefähr auf der Hälfte des Weges zeigten Wegweiser den Abzweig zum Pflacher Älpele und zum Koflerjoch. Wir hielten uns weiter Richtung Säuling. Der Weg führte mal mehr, man weniger steil immer näher Richtung Felswand des Säulings. Beim Aufstieg kreuzten wir öfters den Fahrweg, folgten aber munter weiter dem Steig.

 

Aussichtsreiche Höhe

 

Zunehmend steiler führten die letzten Meter nah an die Felswand, um dann deutlich nach links abzubiegen. Ein kurzes Wiesenstück, wo wir die Hütte bereits sehen konnten, und schon hatten wir diesen Teil der Wanderung geschafft. Der Blick vom Säulinghaus sucht seinesgleichen. Rechts geht der Blick ins deutsche Allgäu. Geradeaus blickt man auf die Gehrenspitze, den Kelleschrofen, den Hahnenkamm und viele mehr. Links zeigt sich der Thaneller in seiner ganzen Pracht. Nach dem schweißtreibenden Anstieg gönnten wir uns eine ordentliche Brotzeit mit Eiern und Speck und zum krönenden Abschluss ein Stück Apfelstrudel - himmlisch!

   

Wer eine vergleichsweise kurze Tour machen möchte, ist mit einer Bergwanderung zum Säuling bestens beraten. Früh losgehen lohnt sich um vor den Wanderhorden am Säulinghaus einen Topfen- oder Apfelstrudel zu genießen und ein paar Worte mit dem Hüttenwirt zu wechseln. Von der Terrasse der Hütte öffnet sich ein fantastischer Blick ins Tal und auf die umliegenden Berge.


Bei einer unserer vorherigen Touren führte uns der Weg bis zum Gipfel. Der Weg zum stark frequentieren Gipfelkreuz ist für geübte Wanderer kein Problem. Durch felsiges Gelände, mit teilweise seilgesicherten Stellen führt der Weg steil nach oben bis zum Wiesenplateau. Hier sollen der Legende nach regelmäßig Hexen tanzen - wir haben bisher nur Gemsen gesehen ;-). In mehreren Kehren gelangten wir über das Plateau zum Gipfelkreuz und hatten hier zusätzlich einen fantastischen Blick auf die deutsche Seite und das Schloss Neuschwanenstein.


Bilder zur Tour:


Einschätzung der Tour:

Eine kurze und schöne Wanderung zum Säulinghaus. Die teilweise steilen Anstiege über den Steig fordern eine gewisse Kondition und Trittsicherheit, da es immer wieder über Wurzeln und Steine geht. Wer Knieprobleme hat sollte beim Abwärtsgehen den Fahrweg wählen.

Für schwindelfreie Wanderer bietet sich außerdem der Weiterweg zum Säulinggipfel an.



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