Anna Stainer-Knittel Weg

Das Leben und die Geschichte der Lechtaler Künstlerin

Im Oktober 2016 hatten wir uns den noch nicht lang angelegten Anna Stainer-Knittel Weg im Lechtal, Tirol, für unsere Wanderung ausgesucht. Nachdem wir unser Auto in Bach auf einem kleinen Parkplatz am Weg abgestellt hatten, ging es an den letzten Wohnhäusern vorbei, direkt in den Wald. Gleich zu Beginn folgten wir einem kleinen Kreuzweg in Serpentinen nach oben bis zu einem sehr kleinen Waldfriedhof mit Kapelle und Parkplatz. Danach führte uns die erste Wegstrecke entlang einer asphaltierten Straße durch Fichtenwälder in Richtung Madau. Dieser Abschnitt ist nicht besonders schön und lässt sich in den Sommermonaten mit einem Linientaxi verkürzen. Entlang des Gedenkweges geben neun Tafeln Einblick in das Leben und Schaffen der Künstlerin Anna Stainer-Knittel.

 

Ohne Handyempfang und W-LAN durch die Natur

 

Nach den Eckhöfen führte der Weg entlang einer Schotterstraße in das ruhige und idyllische Alperschonbachtal hinein. Wichtig: hier gibt es keinen Handyempfang und das Gasthaus Hermine bietet auch kein W-LAN. Die nächste Stunde folgten wir dem breiten Weg, weiter entlang des Alperschonbaches in das abgeschiedene Tal hinein. Begleitet wurden wir bei unserer Wanderung von den regelmäßigen Brunftschreien der Hirsche, wobei wir bis auf Rehe, Füchse und Murmeltiere keine weiteren Waldbewohner gesichtet hatten. Nach einiger Zeit des gemächlichen Wanderns erreichten wir den Abzweig zum Steig, der links vom Weg lag. Ab hier wurde der Weg richtig interessant. Im Zick-Zack stieg der Pfad entlang von Fichtenwald und Berghängen in Richtung Saxeralm hinauf. Ab der Schaferhütte wurde der Weg wieder etwas ebener und führte über Almwiesen weiter Richtung Alm. Im Sommer ist man auf diesem Teil des Weges sicher auf Du und Du mit der Kuh - zumindest, wenn wir die hinterlassenen Furchen im Weg betrachteten.

 

Die Berge kommen in Sicht

 

Bei der Alm angekommen, genossen wir einen Blick auf die umliegenden Berge. Hier zeigten sie sich in unterschiedlicher Größe und Form. Im Anschluss führte unser Weg von der Saxeralm in Richtung Paseiertal hinunter. Kurz nach der Alm sichteten wir einige Murmeltiere, die kurze Warnpfiffe abgaben und uns dann beobachteten. Auch wir erfreuten uns an den kleinen Tierchen, wie sie am Eingang ihrer Höhlen standen oder kauerten. Ein paar gelungene Fotomodelle :-). Noch einige letzte Blicke auf die schönen Berge und dann ging es in zahlreichen Kehren steil nach unten. Entlang des Schotterweges ging es vorbei an Madau, mit seinen 3 Häusern und dem Gasthof Hermine. Für den letzten Teil des Rückweges entschieden wir uns für den Madauer Höhenweg, auf der anderen Bachseite (statt Asphaltstraße). Der war zwar schwarz markiert, verdient aber allenfalls die rote Markierung (mittlere Schwierigkeit). Wir folgten dem Pfad immer am Berghang entlang, querten einige Murenabgänge und zu guter Letzt überquerten wir eine kleine Brücke die einen grandiosen Tiefblick in die schmale Madau-Schlucht samt Bach bot.

   

Die Begehung von Bach und wieder zurück macht diesen Weg zu einer längeren Tagestour, die anfangs auf Asphalt und dann lange auf Schotterwegen entlang geht. Der Madauer Höhenweg bietet eine gute Alternative zur asphaltierten Straße. Ab dem Abzweig zum Steig Richtung Saxenalm wird der Weg interessanter. Die Hinweistafeln zum Leben von Anna Stainer-Knittel geben einen guten Einblick in ihre Geschichte und die der Landschaft.


Bilder zur Tour:


Einschätzung der Tour:

Ungefähr die Hälfte der Strecke verläuft auf Asphalt- oder Schotterwegen. Der Rest sind schmale Pfade. Landschaftlich schöne Tour die interessante Einblicke in die Geschichte der Region gibt. Der Madauer Höhenweg ist als Hin- oder Rückweg sehr zu empfehlen. Der Abstieg geht in die Knie, da es in kurzer Zeit steil nach unten geht. Ansonsten ist der Weg ohne große Schwierigkeiten zu gehen.



Weitere Informationen: